Tage und Nächte in Woche 2

Erinnert ihr euch noch an den Post mit dem Titel „Abenteuerlich“, den ich am 15. April veröffentlicht habe? Als ich ihn schrieb, habe ich versucht, mir genau die Situation auszumalen, in der ich jetzt, heute, bin: zweite Praktikumswoche in Farnham vorbei, schon ganz gut eingelebt, schon viel Neues entdeckt und kennengelernt. Irgendwie verrückt, das jetzt noch einmal zu lesen. Ich bin nun seit tatsächlich seit zwei Wochen hier und habe zehn Arbeitstage an der UCA hinter mir. Ich hatte geglaubt, dass es mir heute Abend entweder so vorkommen würde, als wären diese zwei Wochen wahnsinnig schnell vergangen, oder aber unglaublich langsam. Ich dachte: entweder schwarz oder weiß, etwas dazwischen gibt es nicht. In Wirklichkeit aber fühlten sich diese zwei Wochen an wie – zwei Wochen. Genau wie zwei Wochen. Kein Tag mehr und kein Tag weniger. Wenn man bedenkt, dass ich in den letzten Jahren grundsätzlich immer den Eindruck hatte, die Zeit würde nur so rasen, finde ich das schon erstaunlich, habe aber keine Erklärung dafür, warum es so ist, wie es ist. Wie auch immer. Ich dachte mir jedenfalls, dass es schön wäre, mal wieder von hier zu berichten – allerdings dieses Mal wieder ohne Fotos. Aber davon gab es beim letzten Mal ja eine ganze Menge.

Anfangen muss ich wohl beim vergangenen Samstag. Den hatte ich ja, wie erwähnt, fast vollständig im wunderschönen Farnham Park verbracht. Als ich dort gerade auf einer Bank saß und las, bekam ich eine SMS von meiner Gastgeberin. Sie fragte, ob ich Lust hätte, am Abend bei den Nachbarn zu babysitten (oder babyzusitten?), normalerweise würden das ihre älteren Kinder machen, die hätten aber keine Zeit. Da ich für den Abend sowieso nichts vorhatte, sagte ich zu, und der Nachbar rief mich an. Er sagte, er und seine Frau seien auf einem Geburtstag eingeladen, ihr zweieinhalbjähriger Sohn würde in seinem Zimmer schlafen und ich müsse im Grunde einfach nur da sein und Bescheid geben, falls der Kleine irgendwas hat. Das klang nach leicht verdientem Geld, und so ging ich am Abend raus, um das Haus zu finden. Der Nachbar hatte mir keine Hausnummer genannt – die Nummern sind an englischen Häusern oft sehr versteckt, falls es überhaupt welche gibt, und folgen längst nicht überall einem nachvollziehbaren System – , sondern mir nur den Hinweis gegeben: „there is a blue porch.“ Ich klingelte also am Haus direkt nebenan, das tatsächlich eine Art Vordach mit blauer Tür hat. Die Frau, die mir dort öffnete, wusste allerdings nichts von einer Verabredung und hatte auch keinen Sohn, sondern nur einen Hund. Ich lief also in der Nachbarschaft rum und hielt Ausschau nach anderen in Frage kommenden Häusern, ziemlich beunruhigt, da ich schon zu spät war, bis mir irgendwann auffiel, dass vor einem Haus ein eher ungewöhnliches Auto stand. Es war blau. Und ein Porsche. Und in dem Moment musste ich laut über mich selbst lachen. Der Nachbar sagte später im Gespräch zu mir, er habe mir extra das Auto als Erkennungszeichen genannt, da mir als Deutscher ein deutsches Auto doch bestimmt sofort auffallen würden. Ich habe ihn nicht darauf hingewiesen, dass wir Deutschen das „e“ am Ende des Markennamens mit aussprechen.

Das Babysitten war dann tatsächlich total entspannt. Die Nachbarn waren sehr nett, liehen mir ihr Mac­book, gaben mir den Code für den Fernseher inklusive Netflix-Account und sagten, ich könnte mich ruhig an den Getränken im Kühlschrank bedienen. Kind und Katzen schliefen, ich saß auf dem Sofa. Das Samstagabend-Fernsehprogramm ist hier in Eng­land zwar ungefähr genauso beschissen wie in Deutschland, aber die Berichte zu den Premier-League-Spiele habe ich mir dann doch gerne angeschaut. Im Gegensatz zur „Sportschau“ wird bei „Match of The Day“ jedes Spiel im Anschluss an eine sehr ausführliche Zusammenfassung haarklein analysiert, mit Experten im Studio und Spieler- und Trainerinterviews. Jedenfalls bekam ich für den entspannten Abend am Ende 30 Pfund (circa 42 Euro) und habe mich natürlich direkt für eventuelle weitere Abende angeboten. Weniger entspannt war es dann allerdings, als ich schließlich wieder ging und nach Hause wollte. Die Eltern der Familie, bei der ich hier wohne, waren über Nacht in London, nur der Sohn und die jüngere Tochter waren da. An der Haustür gibt es einen Riegel, den man nur von innen öffnen und schließen kann, und der war zu, wie mir klar wurde, nachdem ich erst dachte, ich sei einfach zu blöd dazu, das Schloss zu öffnen (wäre ja nicht das erste Mal, dass ich mit Türschlössern kämpfe, die andere mit Leichtigkeit beim ersten Versuch aufschließen). Nach mehreren Anrufen und minutenlangem Hämmern gegen die Haustür – Klingeln sind in England eher unüblich – wurde der Sohn dann endlich wach und ließ mich rein. Ich frage mich, ob die sich hier nicht dauernd gegenseitig aussperren mit dieser Türverriegelung. Kurz nach mir kam dann auch noch die ältere Tochter nach Hause und hatte Glück, dass ihr Bruder vergessen hatte, nach mir den Riegel wieder zu verschließen.

Püntklich zum Beginn der neuen Woche wurde das Wetter schlechter, gewissermaßen „very british“, einige Grad kühler als am Wochenende, grau und oft auch nass. Wobei ich dazu sagen muss, dass ich offensichtlich ein anderes Temperaturempfinden habe als die Engländer. Rebekah zum Beispiel trug bisher an jedem Tag, an dem ich sie gesehen habe, ein Sommerkleid mit Ballerinas und hatte keine Jacke dabei. Zugegeben, bei uns im Büro ist es immer sehr warm und es gibt keine Klimaanlage (nur einen sehr geräuschvoll arbeitenden Ventilator), aber ich brauche allein schon für den Weg zur UCA und zurück immer mindestens eine dünne Strickjacke. In den Räumen der Digitalisierungsabteilung ist mir damit manchmal sogar kalt, aber Lisa kam gestern, an einem sehr verregneten Tag, in kurzer Hose und dünner Bluse. Und selbst meine Gastgeberin, die, als ich von der Hitzewelle in Deutschland erzählte, sagte, für sie könne es nie heiß genug sein und das Wetter sei hier ja immer so schlecht, geht eigentlich immer mit kurzen Ärmeln aus dem Haus. Das Vorurteil, dass Engländer immer, viel und gerne über das Wetter reden, trifft übrigens absolut zu. Ich habe schon mehrmals mitbekommen, wie sich Kollegen in der UCA nicht mit „Hello, how are you?“, sondern mit „Quite hot today, isn’t it?“ begrüßten (es ist nämlich immer gleich „hot“, niemals einfach „warm“, manchmal ist es „reeeeally warm“, aber das ist die Ausnahme). Auch ich selbst habe in den letzten zwei Wochen gefühlt mehr über das Wetter geredet als in Deutschland in einem ganzen Winter. Und die Frage, wie das Wetter in Deutschland gerade oder allgemein so sei, hat mir hier bisher fast jede neue Bekanntschaft gestellt, und zwar immer sehr bald nach dem Kennenlernen. Andere beliebte Fragen waren, neben den offensichtlichen zu meinem Studium und so weiter: Wie ist das deutsche Essen so (hier in England scheint der Oktoberfest-Hype nicht so verbreitet zu sein wie in Amerika)? Wie kommt es, dass die Deutschen so gut Englisch sprechen (das war mir gar nicht klar)? Empfindest du England als teuer (ja! Als ich einmal im Anschluss gefragt wurde, ob ich eine Sache nennen könnte, die hier billiger ist als in Deutschland, fiel mir nichts ein)? Der Vater meiner Gastfamilie arbeitet unter der Woche in Amsterdam und meinte in einem Gespräch, in den Niederlanden sei ja alles so günstig. Das sagt so einiges über englische Preise im Vergleich zu deutschen aus. Die Leute hier gucken mich vor allem immer ungläubig an, wenn ich erzähle, dass ich für mein Studium gerade einmal 200 Euro pro Semester bezahle. Hier haben die Unis vor Kurzem die Erlaubnis bekommen, ihre Studiengebühren auf bis zu 9.000 Pfund (fast 12.700 Euro) im Jahr zu erhöhen, schon jetzt sind 5.000 oder 6.000 Pfund völlig normal.

Manchmal werde ich auch einfach gefragt: Wie ist Deutschland eigentlich so? Oder: Ist es in Deutschland sehr anders als hier? Darauf eine Antwort zu finden, ist gar nicht so leicht. Mein Vater hat mal gesagt, aus seiner Sicht sei Großbritannien das fremdartigste Land in Europa (und außer Weißrussland hat er auch tatsächlich jedes Land dieses Kontinents schon besucht). Ich kann nachvollziehen, warum er das so empfindet, bin mir aber nicht sicher, ob ich das so ohne Weiteres unterschreiben würde. Auch wenn ich jetzt so spontan nicht sagen könnte, welches Land denn stattdessen das fremdartigste ist (was natürlich unter anderem daran liegt, dass ich selbst noch längst nicht alle europäischen Länder „abhaken“ konn­te), habe ich oben genannte Frage bisher immer verneint. Denn man erleidet ja nun wirklich keinen Kulturschock, wenn man als Deutscher nach England kommt, und die Tatsache, dass man hier sprachlich gut zurechtkommt, hilft natürlich auch. Die allgemeine Kultur ist hier nicht total anders als bei uns und es sieht auch nicht vollkommen anders aus. Nun bin ich aber auch nicht zum ersten Mal hier und empfinde vermutlich einiges, was England-Neulingen seltsam vorkommen mag, als normal. Ich muss al­ler­dings zugeben, dass ich mich an den Linksverkehr noch nicht gewöhnt habe und an der Kasse meis­tens recht lange brauche, bis ich die richtigen Münzen zusammengesucht habe. Die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen England und Deutschland beziehungsweise Engländern und Deutschen werden in den nächsten Wochen hier bestimmt noch mehrfach Thema sein, ich will das an dieser Stelle gar nicht weiter ausdehnen, denn erstens bin ich erst seit zwei Wochen hier und zweitens war ich ja eigentlich dabei, von den vergangenen paar Tagen zu erzählen.

Von Montag bis Mittwoch habe ich ganz normal an meinem Projekt weitergearbeitet. Auch dieses Mal bin ich auf weitere interessante Dinge gestoßen, unter anderem einige Elvis-Schallplatten (für eine Ausstellung mit dem Titel „The King and I“), die „Association of Professional Elvis Presley Tribute Artists“, eine Motörhead-Coverband namens „Motörheadache“ und ein Stück von einer bei einem Auftritt zerschmetterten Gitarre des Frontmans der The-Who-Coverband „Who’s Who“ (für eine Ausstellung zum Thema Reenactment). Außerdem habe ich ein paar weitere Mitarbeiter kennengelernt, unter anderem Helen, die ein Mal pro Woche im Archiv mitarbeitet, und die Tschechin Karolina, die seit etwa 20 Jahren in England lebt. Sie erzählte, sie habe vor, in einem Ort hier in der Nähe nebenbei als Touristenführerin zu arbeiten, und zwar auf Deutsch. Dazu muss sie eine Prüfung ablegen und fragte, ob ich ihr eventuell ein bisschen bei der Vorbereitung helfen würde. Da wir uns auf Englisch unterhalten haben, weiß ich nicht, wie gut ihr Deutsch schon ist, aber wenn sie Touristengruppen rumführen möchte, muss da ja eigentlich einiges an Kenntnissen vorhanden sein. Sie ist sich noch nicht sicher, ob sie die Prüfung wirklich machen wird, will mir aber nochmal Bescheid sagen, falls sie Hilfe braucht. Ich hoffe nur, dass sie nicht zu viel erwartet, nur weil in meinem Lebenslauf steht, dass ich früher Nachhilfe unter anderem in Deutsch gegeben habe.

Am Dienstag Abend war ich dann noch mit einem Teil meiner Gastfamilie im Kino. Sie hatten mich gefragt, ob ich mitkommen wolle, und ich habe zugesagt, bevor ich erfuhr, dass die zwölfjährige Tochter sich ausgerechnet „Jurassic World“ als Film ausgesucht hatte. Ich habe zwar irgendwann vor langer Zeit mal den ersten Teil der „Jurassic Park“-Reihe gesehen, aber dass ich mir diesen neuen Dino-Streifen je angucken würde, und dann auch noch im Kino, das hätte ich nicht erwartet. Aber gut, ich wurde eingeladen und ging mit. In Farnham selbst gibt es kein Kino (es soll allerdings nächstes Jahr eins eröffnet werden), deshalb fuhren wir mit dem Auto nach Guildford. Guildford ist mehr als doppelt so groß wie Farnham und die Hauptstadt der Grafschaft Surrey. Von der Schnellstraße zwischen den beiden Städten soll man bei klarem Wetter in der Ferne London erkennen können, aber im Dunkeln ging das natürlich nicht. Wenn ich über das Kino spreche, komme ich nicht umhin, noch einmal auf Unterschiede und vor allem das Thema Geld einzugehen. Eine Kinokarte für einen Erwachsenen kostet in Guildford 12 Pfund. Das sind fast 17 Euro! Und das für eine 2D-Vorführung eines Films ohne Überlänge und auf einem stinknormalen Platz. Von einer Freundin weiß ich, dass man in London auch schonmal 15 Pfund pro Person hinblättert. Da können wir uns im Grunde wirklich nicht beschweren, wenn wir in Deutschland 8 oder 9 Euro bezahlen. Das kleine Popcorn für die Zwölfjährige kostete 4,50 Pfund. Sie hatte sich für eine Mischung aus süßem und salzigem Popcorn entschieden, das scheint hier der neueste Schrei zu sein, und ich fand es tatsächlich ganz lecker. Anders als in Deutschland ist hier auf jeden Fall die Werbung im Kino. Ich hatte das Gefühl, es war noch mehr Werbung als in Deutschland, und vor allem wurde für andere Sachen geworben. Es kam zum Beispiel ein ziemlich langer Spot für Lidl (Slogan: „Shop a Lidl smarter“) und insgesamt wirkte das Ganze auf mich wie ein durchschnittlicher Werbeblock bei einer sogenannten Hausfrauensendung im deutschen Nachmittagsprogramm. Dann gab es noch Trailer für ein paar Filme, die bald anlaufen, davor wurde ein Schriftzug eingeblendet, der besagte, dass die Trailer für die Zuschauer des bald folgenden Films geeignet wären. „Jurassic World“ hat hier in den Kinos die Klassifizierung „12A“, darf also von Kindern unter 12 nur in Begleitung eines Erwachsenen gesehen werden (im Gegensatz zu „12“, das bedeutet, dass Kinder unter 12 den Film gar nicht sehen dürfen). Vor Beginn des eigentlichen Films wurde dann noch einmal in Stichworten eingeblendet, was diese Klassifizierung bedeutet, zum Beispiel, dass man mit „moderate violence“ rechnen muss. Eine solche Warnung gibt es in Deutschland nicht. Der Film war dann ganz erträglich, nicht so schlimm, wie ich erwartet hatte, und der Zwölfjährigen gefiel er, und darauf kam es ja hauptsächlich an. Auf dem Rückweg mussten wir dann einen ziemlichen Umweg fahren, weil auf der Straße nach Farnham Stau herrschte. Ich weiß wirklich nicht, woran das liegt, aber der Verkehr hier ist wirklich unglaublich, und das, obwohl sich alle einig sind, dass es völlig bescheuert ist, mit dem Auto ins nahegelegene London zu fahren. Ich habe keine Ahnung, wo diese ganzen Autos in und um Farnham immer alle hinwollen, aber es kann manchmal wirklich schwierig sein, hier die Straße zu überqueren. Farnham hat auch im Grunde keine Fußgängerzone und die vielen Autos können echt nerven und die Kleinstadtidylle trüben.

Auch am Mittwoch Abend war ich aus, dieses Mal mit Rebekah, Lisa und Helen, und nicht im Kino, sondern im Pub „The Queen’s Head“. Schon an meinem ersten Tag hatte Rebekah mich gefragt, ob ich Lust hätte, abends mal mit ein paar Kollegen essen zu gehen, und jetzt war es soweit. Eigentlich sollte Lorna auch noch mitkommen, aber sie konnte dann doch nicht. „The Queen’s Head“ ist eine der beliebtesten Adressen hier in Farnham, vor allem dienstags bei der „Burger Night“ und mittwochs bei der „Steak Night“. Die Atmosphäre dort ist auch wirklich gut, wenn auch vielleicht nicht unbedingt total typisch für einen englischen Pub. Das Essen war lecker und auch gar nicht mal besonders teuer. Der Pub gehört auf jeden Fall zu den wenigen Locations hier in der Stadt, in denen man ein Hauptgericht für unter 10 Pfund bekommen kann. Wir haben uns gut unterhalten und nach einem Cider beziehungsweise Gin Tonic kramten die anderen drei auch ihre verloren geglaubten Deutschkenntnisse aus Schulzeiten hervor (die Zahlen von eins bis zwanzig, „wie geht’s dir?“, „danke“, „bitte“, „ich liebe dich“). Lisa hat noch erzählt, dass ein UCA-Mitarbeiter manchmal einen ganzen Raum in einem Pub mietet und dann Quiz-Abende veranstaltet, immer zu einem bestimmten Thema. Jetzt will sie anleiern, dass er mal ein Deutsch- und Deutschland-Quiz macht, ich soll mir schonmal Fragen überlegen. Mal sehen, ob es je dazu kommt, aber auf jeden Fall wollen wir demnächst nochmal in einen anderen Pub gehen. Im „The Queen’s Head“ gehörten wir an diesem Abend zu den Jüngsten, das „The Mulberry“ direkt bei mir gegenüber soll jedoch sehr beliebt bei Studenten sein. Da das Semester hier erst Mitte September beginnt, sieht man bisher allerdings nur sehr wenige Studenten.

Gestern und heute habe ich dann wieder in der Digitalisierungsabteilung gearbeitet. Das erste Sketchbook, das ich bearbeitet habe, sollte nächste Woche online gehen, das zweite ist im Grunde auch fertig, aber die Scans haben alle einen Lila-Stich, da müssen wir nochmal gucken, woran das liegt und wie man den wegbekommt. Heute habe ich dann mit dem nächsten Sketchbook angefangen. Es ist von einer Studentin, die sich für ihr Projekt von der Inneneinrichtung verschiedener Schlösser und Paläste inspirieren ließ und am Ende einen Schal entwarf. Nächste Woche werde ich wahrscheinlich bei der Digitalisierung von Dias mithelfen. Heute wurde noch ein VHS-Player angeliefert, mit dessen Hilfe Lisa demnächst ein paar alte Kassetten digitalisieren wird. Kaufen musste sie das Gerät auf ebay, da die Dinger nicht mehr hergestellt werden. Auch für die Disketten, die ich in den Unterlagen der Galerie in Canterbury gefunden habe, gibt es in der ganzen Uni kein Lesegerät mehr. Da wird einem mal so richtig bewusst, wie schnell sich das alles entwickelt. Aber wer weiß, vielleicht erfährt die Videokassette ja irgendwann mal so ein Comeback wie die Vinylplatte? Egal wie, ich finde jedenfalls, dass diese Dinge mit zu den spannendsten in meinem (zukünftigen) Beruf gehören, und es freut mich, dass ich hier so viel davon mitbekomme.

So. Dieser Post ist mal wieder länger geworden als ursprünglich geplant (manchmal glaube ich, diesen Satz sollte ich mir als Standard-Signatur für alle Posts einstellen) und deshalb beende ich ihn jetzt. Spätestens am Montag gibt’s dann wieder Neuigkeiten, dann wahrscheinlich auch wieder mit Bildern.

 

P. S.: Es tut mir übrigens leid, dass mein anderer Blog im Moment quasi ruht Ich fürchte, dass sich das nicht groß ändern wird, solange ich hier in England bin, aber ich werde mal sehen, was sich da machen lässt.

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