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Heute kann ich mich gleich über zwei blogbezogene Jubiläen freuen. Erstens machte mich WordPress soeben beim Einloggen darauf aufmerksam, dass ich mich heute vor drei Jahren angemeldet habe. Damals stand mein Praktikum in Tartu kurz bevor und ich richtete den Estland-Blog ein. Zweitens hat dieser Blog heute die 10.000-Besucher-Marke geknackt. Er hat dafür länger gebraucht als der andere, der diese Zahl nach ziemlich genau zwei Jahren erreichte. Damals fasste ich in einem Post die Highlights aus der bisherigen Blog-Statistik zusammen. Genau das will ich jetzt auch in Bezug auf „handlungsfrei“ machen.

Im Schnitt wurde der Blog bisher täglich etwa 12 Mal besucht. Klar, das dürfte gerne eine höhere Zahl sein, aber angesichts der Tatsache, dass ich sehr unregelmäßig poste und der Blog kein klares The­ma hat (was ich auf jeden Fall so beibehalten möchte), finde ich das schon ganz okay. Es scheinen auch mehr Besucher zu werden, betrachtet man einmal nur die Zahlen für 2015, kommt man auf 15 Besuche täglich. Der bisher besucherstärkste Monat lag auch in diesem Jahr, nämlich im Mai (586 Besuche, also fast 20 am Tag). Aber es ging mir beim Bloggen eigentlich nie um irgendwelche Zahlen, sondern ums Schreiben, wobei ich schon sagen muss, dass es natürlich blöd wäre, wenn man das Gefühl hätte, gegen eine Wand zu schreiben. Das beliebteste Foto war bisher eins aus Schottland, nämlich das, was man in dem Post „Fundsache Nr. 3“ findet. Auf Platz 2 liegt hier ein Bild, das nicht ich selbst gemacht habe, sondern Klaus, der es in seinen diesjährigen Gastpost eingebaut hat: das Bild mit dem Trolleybus in Jalta. Allerdings zeigt mir die Statistik lediglich an, welche Bilder bisher am meisten angeklickt wurden, um sie größer sehen zu können, ich habe keine Ahnung, welches Foto die Leser tatsächlich am besten finden. Der meistgeklickte Link zu einer Seite außerhalb des Blogs war bisher jedenfalls der zu meinem anderen Blog, danach folgen YouTube (das am meisten angeklickte Video bisher ist der Song „Nicht vergessen: Singen“ von Ich & mein Tiger, aber hierbei werden mir nur die Videos angezeigt, die ich verlinkt und nicht direkt eingebettet habe) und Wordle.

Der bisher beliebteste Post ist der mit dem Titel „Wordle the world“, dicht gefolgt von Lauras Gastpost zum Thema Heimat und „Geheimnislos auf der Bühne“. Auch mein allererster Post auf diesem Blog befindet sich unter den Top Five. Allerdings muss man dazu sagen, dass WordPress auch die Startseite bei der Statistik zu „Posts & Pages“ anzeigt, die belegt dabei natürlich Platz 1, und es war ja jeder Post irgendwann einmal für eine Weile ganz oben auf der Startseite. Die meisten Kommentare gab es bisher zu dem Post „Anfänge“, man darf dabei aber nicht vergessen, dass auch jeder sogenannte „Pingback“, also eine Verlinkung zu einem früheren Post aus einem späteren heraus als Kommentar gezählt wird.

Besonders spannend ist es für mich, zu sehen, aus welchen Ländern der Blog aufgerufen wird. Natürlich ganz überwiegend aus Deutschland (rund 86 % der bisherigen Besuche). Auf den Plätzen 2 bis 5 folgen Schweden (ca. 5 %), die Schweiz (fast 2 %), Österreich und die USA (je etwas über 1 %). Aber der Blog wurde auch schon aus ganz anderen Ländern aufgerufen, in der Liste finden sich unter anderem auch Brasilien, Thailand, Argentinien, Bolivien, Südkorea, Neuseeland, Marokko, Mexico, Laos, Israel, Saudi-Arabien, Japan, Curaçao, Sri Lanka, Libanon, Singapur, Indien und die Philippinen (jeweils zwischen ei­nem und neun Besuchen bis heute). Ob dahinter wirklich immer echte Menschen stecken, kann ich allerdings nicht sagen.

Die Statistik der sogenannten „Referrer“ sagt mir, wieviele Besuche durch Anklicken von Links auf welchen anderen Seiten zustande gekommen sind. Etwa 15 % der Besuche erfolgten bisher über einen Link auf Facebook (denn dort verlinke ich fast jeden neuen Post). Aber – und das freut mich besonders – auch über meinen anderen Blog und den Eintrag in der Liste der „Leipzigblogger“ auf heldenstadt.de sind bisher relativ viele Leute hier gelandet. Ganz oben in dieser Statistik stehen aber natürlich die Suchmaschinen mit rund 18 % der bisherigen Blogaufrufe. Das wären allerdings ziemlich langweilige Zahlen, wäre da nicht die Statistik zu den „Search Engine Terms“. Es ist wirklich erstaunlich, über welche Suchbegriffe manche Menschen auf meinen Blog gekommen sind. Teilweise kann ich mir zwar grob vorstellen, was sie eigentlich finden wollten, teilweise sind die Suchbegriffe aber auch sehr kurios oder total seltsam, ganz davon abgesehen, dass ich als Bibliothekarin allgemein immer wieder darüber staune, wie einige Menschen Suchmaschinen benutzen (siehe hierzu insbesondere der zweite und der neunzehnte Punkt auf der folgenden Liste). Hier sind meine Favoriten (eventuelle Schreib-, Zeichensetzungs- und Grammatikfehler habe ich dabei bewusst übernommen, die Groß- und Kleinschreibung jedoch überall korrigiert):

  • „Ekelhafte Zimmers von der Jugendherberge“
  • „Fahre nach Reykjavik mit Stop in Berlin, Gepäck automatisch weiter zum nächsten Flugzeug?“
  • „Wohin soll denn die Reise gehen clip art“
  • „Weißt du was ich glaub ich mag dich mehr als jeden anderen Sprüche“
  • „Was antwortet man auf ach was“
  • „Kiba trinken bei Weisheitszähnen“
  • „Island leicht bekleidet Ausgang“
  • „Stehe auf der Gästeliste in Wacken“
  • „Harald Beinborn“
  • „Abi Aufkleber Captain Morgan“
  • „Mussen Theateraufführungen immer nackt sein“
  • „Gestresste Kassiererinnen schreiben Bücher über nervige Kunden“
  • „Schwarz gefärbt tätowiert gepierct Idiot“
  • „Frau redet Wind weht“
  • „Windjacke skandinavische Seeleute“
  • „Bademeister trägt Tanga“
  • „Super heisse Anmachsprüche“
  • „Flugzeugsitz Vergleich Reisebusitz“
  • „Dark Horse das Video einfach nur drauf klicken und dann kann man schauen“
  • „Auge aus Wörter“
  • „Schreibe eigene Sätze mit Wörtern mit ß“
  • „Marianne Thelke Struck Muttermal am Bein“
  • „Kerpern Dorf“
  • „Film Finnlans Chor Nachbarin“
  • „Prinzessin Lillifee bitte mach jetzt keinen Fehler“

Außerdem gab es da noch eine ganze Reihe von Suchbegriffen, die ich hier nicht nennen will, die den Suchenden aber alle zum Text „Geheimnislos auf der Bühne“ geführt haben – jeder, der diesen gelesen hat, kann sich ungefähr denken, was das für Suchbegriffe waren und warum ich diese hier nicht angebe … Ich muss darüber hinaus noch sagen, dass ich einen relativ großen Teil der Suchanfragen gar nicht zu sehen bekomme, da einige Suchmaschinen diese verschlüsseln und sogar der Internetriese mit den bunten Buchstaben seit 2013 mehr auf die Privatsphäre seiner Nutzer achtet. Genau wie beim Estland-Blog kann ich auch hier bei vielen Suchbegriffen zuordnen, zu welchem Post sie den Suchenden – häufig nach Scrollen durch mehrere Trefferseiten – geführt haben. Einige andere Dinge aber sind mir vollkommen schleierhaft. Ich habe zum Beispiel nicht die geringste Ahnung, wer Harald Beinborn und Marianne Thelke (oder Thelke-Struck?) sind. Auch halte ich nichts von albernen „Abi [hier Jahreszahl einfügen]“-Aufklebern und habe nicht vor, jemals einen vergleichenden Testbericht über Flugzeug- und Reisebussitze zu verfassen. Und da ich keine Zahnärztin bin, kann ich auch nicht sagen, ob Menschen, die noch über ihre Weisheitszähne verfügen, vielleicht besser keinen Kiba trinken sollten, und wie das bei denjenigen aussieht, die nur noch einen, zwei oder drei dieser Zähne im Mund haben. Dem Menschen mit dem Wacken-Gästelistenplatz möchte ich im Übrigen ganz herzlich dazu gratulieren, ich fürchte jedoch, dass er oder sie auf meinem Blog keine Tipps für dieses Festival finden wird. Ach ja, und falls noch Bedarf bestehen sollte, hier ist ein Satz mit Wörtern mit ß: Auf einer Straße in Meißen saß ein großer Mann mit rußbeschmiertem Gesicht, der Spaß daran hatte, Papier in Stücke zu reißen, widerlichen Fraß zu essen, einen Fußball gegen eine Mauer zu schießen, Blumensträuße zu binden und mit einem Maßband alles auszumessen, was er besaß. Nur so als Beispiel. Ich hoffe, dass ich damit dem Suchenden ein bisschen (nicht ein bißchen!) weiterhelfen kann, wenn ich schon Prinzessin Lillifee nicht vor Fehlern zu bewahren vermag.

Eine interessante Zahl noch zum Schluss: die Spamschutz-Software von WordPress hat bisher ganze 264 Spam-Kommentare abgefangen. Ich weiß noch nicht so recht, ob ich es gut oder doch schade finde, dass ich die nicht zu Gesicht bekomme …

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