Großstadtmusik 2

Seit fast genau einem Jahr wohne ich jetzt in Leipzig. Ich setze also das Großstadtleben fort, von dem ich mir nach wie vor nicht so ganz sicher bin, ob ich es eigentlich mag oder nicht. Manchmal erwische ich mich dabei, wie ich Orte mit einer lediglich fünfstelligen Einwohnerzahl als „Kaff“ bezeichne, nur um ein paar Sätze später jemandem zu erzählen, dass ich eigentlich kein Großstadtmensch bin. Eine Freundin hat mal zu mir gesagt, dass ich das doch gar nicht wissen könne, weil ich überhaupt nichts anderes kenne als das Leben in der Großstadt. Aber dieses „Leben in der Großstadt“, das klingt für mich immer nach Metropole, nach Berlin, mindestens, eher noch nach London, Istanbul, New York, Mexico City. Die Einwohner dieser Städte könnten über die Liste meiner bisherigen Wohnorte – Mönchengladbach, Trier (das übrigens nur so gerade eben eine Großstadt ist), Stuttgart, Tartu, Leipzig – wahrscheinlich nur lachen. Auf der anderen Seite habe ich in Gesprächen mit Leuten, die wirklich aus Dörfern oder Kleinstädten kommen, schon öf­ter festgestellt, dass ich in der Tat ein Stadtkind bin, das sich in all den Jahren stark an großstädtische Annehmlichkeiten wie regelmäßige Bus-/Bahnverbindungen oder kulturelle Angebote ohne langen Anfahrtsweg gewöhnt hat. Wie es mir in „meiner ersten Kleinstadt“, Farnham, gefällt, werden wir ja ab August sehen. Ob ich nun ein Großstadtmensch bin oder nicht, sei mal dahingestellt, was ich auf jeden Fall bin, ist: ein Leip­zigmensch. Ich mag Leipzig sehr. Und genau wie in Stuttgart habe ich auch hier schon Momente erlebt, in denen ich die Großstadt – um mich selbst zu zitieren – gerochen, geschmeckt und gefühlt habe. Und gehört, vor allem gehört. Diese Momente habe ich gesammelt und jetzt gibt es „Großstadtmusik 2“, sozusagen die „Leipzig Edition“. Wer meine musikalischen Stuttgart-Momente nochmal nachlesen will, kann hier klicken (ich habe diesen Post inzwischen mit Verlinkungen zu den erwähnten Songs gewissermaßen aufgepeppt).

Ich laufe von meiner Übergangswohnung zum Lindenauer Markt, wie immer ziemlich gehetzt und in Gedanken schon bei dem Moment, in dem ich zum dritten Mal in Folge zu spät zu der Vorlesung kommen werde, in der man besser keine Sekunde verpassen sollte. In den wenigen Tagen, die meine Leipziger Kommilitonen mich jetzt schon kennen, habe ich mich sicher nicht gerade durch Pünktlichkeit hervorgetan. Ich muss mich erst noch an einiges gewöhnen. Daran, dass ich die FH nicht mehr in unter fünf Minuten zu Fuß erreichen kann. Daran, dass die Bahnen in dieser Stadt im Stau stehen können, weil sie weder unterirdisch noch auf eigenen Trassen fahren. Und daran, dass von der nächstgelegenen Haltestelle nicht gleich fünf Bahnlinien in Richtung Innenstadt fahren, so dass man selten länger als zwei Minuten warten muss. Ich erreiche den Bus noch so gerade eben. Zwei Haltestellen weiter steigt eine Kindergartengruppe ein. Die Kinder tragen Kappen und bunte Rucksäcke. Ausflug. Sie übertönen die Musik aus meinen Kopfhörern mühelos. Ich kann zunächst nicht anders als genervt die Augen zu verdrehen. Einer der kleinen Jungs setzt sich neben mich und beobachtet mich für ein paar Sekunden stumm von der Seite, dann fragt er: „Was machst du hier?“ Amüsiert über die Frage antworte ich: „Bus fahren.“ „Ich auch!“, ruft er begeistert. Diese Gemeinsamkeit reicht ihm vollkommen, wir sind jetzt Freunde. „Ich geh heute im Wald spazieren“, erzählt er mir. „Und du?“ Ich überlege, wie ich ihm kindgerecht erklären kann, was ich als Nächstes vorhabe (180 Minuten lang versuchen, die Ausführungen unseres fliegetragenden Professors über Papierherstellung im Mittelalter möglichst minutiös mitzuschreiben), aber schon längst hat ewas anderes seine Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Aufgeregt stubst er mich an und ruft: „Guck mal, da ist noch ein Bus! Und da noch einer!“ Ich spiele das Spiel mit und deute auf die Tram, die uns entgegen kommt. Dafür werde ich mit einem freudigen „Boaaaah!“ belohnt, aber mit dem Feuerwehrauto, das kurz darauf um die Ecke biegt, kann meine Tram dann doch nicht mithalten. An der nächsten Haltestelle endet die Busfahrt für die Kinder, die Betreuerin muss meinen neuen kleinen Freund fast vom Sitz zerren. „Viel Spaß noch im Bus!“, ruft er mir zu, bevor er widerwillig dem Rest der Gruppe folgt. Grinsend schalte ich die Musik wieder ein. Kurze Zeit später muss auch ich aussteigen. Während ich in der Sonne, mit „Sea“ von Roosevelt auf den Ohren, die Karli (Leipzigisch für Karl-Liebknecht-Straße) entlang laufe, denke ich: Das hätte ich dem Kleinen erzählen sollen – dass ich auch spazierengehe, und zwar auf einer Straße, auf der alle paar Minuten Trams vorbeifahren. Boaaaah!

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Meine Armbanduhr zeigt kurz vor Mitternacht und wir betrachten ein Gemälde von Max Klinger. Aber es ist gar nicht so leicht, sich ausschließlich auf die Kunstwerke zu konzentrieren, denn das Museum der bildenden Künste ist schon als Gebäude faszinierend. Von vielen alteingesessenen Leipzigern als hässlicher, neumodischer Klotz beschimpft, beeindruckt es von innen mit unterschiedlichen Deckenhöhen, einem Mix aus Holz, Sichtbeton und Glas und einem Gefühl von Weite, das man nicht erwartet, wenn man das Museum von außen betrachtet. Es wirkt fast wie ein Tempel zur Huldigung der Kunst. Allerdings passt die Atmosphäre, die momentan hier herrscht, nicht so recht dazu. Es ist Museumsnacht in Leipzig und Halle, unter dem Motto „Lockstoff“ laden fast alle Museen in den beiden Städten zum kostenlosen Besuch zwischen 18 und 1 Uhr ein. Das Museum der bildenden Künste ist für zwei Freundinnen und mich die letzte Station. Zuvor haben wir schon das Schulmuseum, das Stadtgeschichtliche Museum im Alten Rathaus sowie die Stasi-Ausstellung in der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ besucht und außerdem fast zwei Stunden in einer Pizzeria gesessen, deren Personal unsere Bestellung zunächst vergessen hatte. Obwohl es schon recht spät ist, richtet sich das Programm des Museums nach wie vor hauptsächlich an Kinder, die an Aktionstischen malen, basteln und Buttons herstellen können. Nicht nur wegen der Kinder ist es hier gerade vermutlich deutlich lauter als sonst, auch viele Erwachsene verhalten sich anders, als sie es sonst in einem solchen Museum tun würden. Es ist, als würde die ungewöhnliche Uhrzeit die Regeln für einen Museumsbuch aufheben, man muss jetzt nicht still und ehrfürchtig sein und sich für jedes einzelne Gemälde möglichst viel Zeit nehmen. Und es macht auch nichts, dass die Cocktails, die man uns in der Pizzeria als Entschädigung für die lange Wartezeit ausgegeben hat, in Verbindung mit der einsetzenden Müdigkeit dazu führen, dass wir ein bisschen albern sind. Man kann sich leicht verlaufen in diesem Gebäude und irgendwann wissen wir gar nicht mehr, welche Kunstwerke wir schon gesehen haben oder nicht. Schließlich stehen wir wieder im Nieselregen auf der Straße und nehmen uns vor, eines Tages noch einmal in dieses Museum zu gehen, zu einer anderen Uhrzeit, in einem anderen Zustand. Auf dem Weg nach Hause höre ich God Is An Astronaut, seit dem Konzert vor ein paar Wochen läuft die Musik der Band bei mir wieder mal in Dauerschleife. Bei „Signal Rays“, einem Song, den jemand auf YouTube sehr treffend als „great for walking at night, into the traffic lights“ beschreibt, mischen sich in meinem Kopf all die Eindrücke, die ich in dieser Nacht gesammelt habe. Es war eine Nacht, in der ich meine neue Wahlheimat, ihre Geschichte, aber auch ihre Gegenwart ein ganzes Stück besser kennengelernt habe. Aber es war auch eine Nacht, die mir gezeigt hat, wie viel es noch zu entdecken gibt in dieser Stadt. Und ich freue mich auf alles, was da kommen mag.

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Die FH-Bibliothek ist in den letzten Wochen so etwas wie mein zweites Zuhause geworden. Ich wollte es mir lange Zeit nicht eingestehen, aber am eigenen Schreibtisch komme ich einfach nicht so recht voran. Da gibt es viel zu viele Ablenkungen. Deshalb habe ich beschlossen, die diversen Hausarbeiten und Projektberichte, an denen ich zur Zeit sitze, einfach als meinen Job zu betrachten. Als einen nine-to-five-Job, für den ich das Haus verlassen und mich in ein „Büro“ setzen muss. Und so betrete ich fast täglich kurz nach Beginn der Öffnungszeit die Bibliothek, nehme den Fahrstuhl in den vierten Stock, wo die Literatur zu meinem Fachgebiet aufgestellt ist, und setze mich mit meinem Laptop an einen der Schreibtische. Manchmal treffe ich auf Kommilitonen, aber meistens bin ich alleine. Mein Lieblingsplatz ist der letzte in einer Reihe von hintereinander aufgestellten Einzelschreibtischen an einer Fensterfront, denn da habe ich die Wand im Rücken. Ich mag es gar nicht, wenn mir jemand bei der Arbeit über die Schulter gucken kann, auch wenn meine Ausführungen zu NS-Raubgut in deutschen Bibliotheken, dem Einsatz von Social Media in der Personalentwicklung, rechtlichen Fragestellungen bei der Langzeitarchivierung oder dem litauischen Bibliothekswesen wohl kaum als privat oder gar peinlich zu bezeichnen sind. Vielleicht liegt es daran, dass ich selbst Bibliothekarin bin, aber jedenfalls ist es erstaunlich, welchen Effekt die Umgebung auf mein Arbeitsverhalten hat, obwohl ich diese spezielle Bibliothek noch nicht einmal besonders gerne mag. Außer einem Blick ins E-Mail-Postfach erlaube ich mir keine private Nutzung des Laptops und finde das noch nicht einmal schlimm. Nach ein paar Stunden Recherchieren und Schreiben gönne ich mir gerade einmal zwanzig Minuten Mittagspause, um ein Brot zu essen und eine Runde um den Block zu gehen. Ich gebe mich nicht mit den Quellen zufrieden, die ich schon vor Wochen gefunden habe, sondern stehe zwischendurch immer wieder auf, um weitere Bücher zu Rate zu ziehen. Und wenn ich nicht mindestens bis siebzehn Uhr in der Bibliothek bleibe, kommt mir der Tag verschwendet vor. Spaßig ist das alles nicht, aber doch deutlich angenehmer als erwartet und es fühlt sich gut an, nach Hause zu kommen und zu wissen, dass man schon eine ganze Menge geschafft hat. Auch auf mein Gehör wirkt sich die Atmosphäre in der Bibliothek aus, ich reagiere empfindlich auf alle Geräusche, die nicht unmittelbar mit der konzentrierten Arbeit anderer an ihren Hausarbeiten zu tun haben. Aber gegen zu viel Geflüster, den chronischen Husten der Studentin vor mir und das Rascheln von Bäckertüten (an das Essverbot in der Bibliothek halten sich zu diesem Zeitpunkt im Semester allenfalls noch wir Bibliothekswissenschaftler, aber auch nicht immer) gibt es eine Waffe: Musik per Kopfhörer. Ich habe mir eine Playlist erstellt, die größtenteils aus rein instrumentaler Musik – Elektro und Postrock – besteht. Und wenn ich trotz dieser Klänge einmal gar nicht mehr weiterkomme, dann erlaube ich mir einen Blick aus dem Fenster. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite wird gerade ein neues Gebäude der FH fertiggestellt, daneben fahren Autos, Trams, Busse und Fahrräder vorbei. Wenn man die Straße weiter entlang fährt, erreicht man bald die Innenstadt mit ihren Geschäften, Cafés und Plätzen, die sich jetzt, am frühen Nachmittag, nach und nach füllen. Es ist schwer, sich das vorzustellen, wenn man hier sitzt, wo alles sich in konzentriertes Schweigen hüllt. Ich höre „Looped“ von Kiasmos, wippe dazu unbewusst mit dem Fuß und fühle mich gleichzeitig verbunden mit und distanziert vom Treiben da draußen, auf das ich hinuntersehe.

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Manchmal, wenn ich Musik höre, stelle ich mir dabei unwillkürlich vor, wie ein Video zu dem jeweiligen Song aussehen könnte. Meistens passiert mir das bei der Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln. So auch jetzt. Ich sitze in der Tram, Linie 4 Richtung Stötteritz. Nicht weit von zu Hause entfernt, irgendwo in Reudnitz, fährt die Bahn an einem leerstehenden Haus vorbei, das wohl schon seit einer ganzen Weile seiner Restaurierung harrt. Die Fensterscheiben fehlen, hier und da bröckelt der Putz, das Dach wirkt weder einsturzsicher noch regendicht und das Gerüst, das irgendwann einmal um das Gebäude herum aufgestellt wurde, ist so krumm und schief, dass es, sollte das Haus eines Tages tatsächlich restauriert werden, wohl erst einmal durch ein Neues ersetzt werden muss. Die Tram hält, ein paar Leute steigen ein und aus, und aus meinen Kopfhörern klingen die unverkennbaren ersten Töne von „The Big Machine“ von MF/MB. Ich betrachte die graffitiverschmierte Fassade des Gebäudes und sehe plötzlich eine Frau vor mir, die barfuß durch die Hausruine läuft. Mit ihren langen, dunklen Haaren und dem weißen, nachthemdartigen Kleid wirkt sie beinahe wie ein Geist. Die Kamera folgt ihr, man sieht sie nur von hinten, es wirkt, als laufe der Zuschauer hinter ihr her, ohne so recht mit ihr mithalten zu können, denn sie bewegt sich schnell und zielstrebig durch den Schutt, der in den leeren Räumen auf dem Boden liegt. In meiner Vorstellung ist das Haus deutlich größer und kaputter als in der Wirklichkeit und besteht aus unzähligen, exakt gleich geschnittenen Räumen, die alle durch nicht mehr vorhandene Türen miteinander verbunden sind. Nur wenig Licht dringt an diesem grauen Herbsttag von draußen hinein, das Kleid der Frau scheint fast zu leuchten. Der Song steuert auf sein Ende zu. Da beginnt die Frau zu rennen, die Kamera und der Zuschauer haben Mühe, ihr zu folgen und verlieren sie schließlich ganz aus den Augen. Schnitt. Dann sieht man die Frau plötzlich auf dem Dach des Hauses stehen, die Kamera ist jetzt nicht mehr hinter, sondern neben ihr, und für eine Sekunde sieht man ihr Gesicht, aber nicht lange genug, um Details erkennen zu können, man nimmt lediglich ihre Augen wahr, die mindestens genau so dunkel sind wie ihr Haar. Sie öffnet den Mund, die Kamera richtet sich auf den Teil der Stadt, der ihr zu Füßen liegt, ein Meer aus grau-braunen Gebäuden, die zum Teil ebenso verlassen dastehen wie das Haus, auf dessen Dach die Frau steht, und obwohl es Sänger Victor Nilsson ist, der jetzt singt, nein, schreit: „Everything is alright“, ist man sich als Zuschauer in diesem Moment sicher, dass dieser vollkommen unpassend wirkende Satz aus dem Mund der Frau kommt. Unten auf der Straße biegt eine Tram um die Ecke, eine von den älteren, ihr Blau-Gelb blendet die Augen, nachdem man sekundenlang nur Grau und Braun gesehen hat. Die Tram fährt aus dem Bild. Dann sind Song und Video zu Ende.

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Am Kaffeefahrrad an der Sachsenbrücke hat sich eine lange Schlange gebildet. Es geht nur langsam voran, aber das nimmt dem jungen Mann, der die Heißgetränke verkauft, niemand übel. Es ist ein Tag, an dem wohl überhaupt kaum jemand irgendjemandem irgendetwas übelnimmt: Anfang März, der bisher wohl wärmste Tag in diesem noch jungen Jahr, der erste Tag, an dem man das Haus ohne Jacke verlassen kann. Wir reihen uns in die Schlange ein. Genug Zeit, sich mindestens fünf Mal umzuentscheiden, was die Getränkewahl angeht. Und genug Zeit, um das Treiben hier im Park zu beobachten. Radfahrer, Kinder auf Inlinern, händchenhaltende Paare, Hundebesitzer, Kanufahrer auf der Weißen Elster, Jogger, Walker, Jungs auf Skateboards, Spaziergänger. Es ist bunt hier, die Menschen haben ihre grau-schwarze Winterkleidung in die Schränke verbannt, stattdessen sieht man Laufschuhe in Neonfarben, rote T-Shirts und sogar schon das ein oder andere geblümte Sommerkleid. Bei manchen frage ich mich, wie sie die Luftigkeit ihres Outfits noch steigern wollen, wenn erst einmal richtig Sommer ist. Als ich meinen Tee – Marke Schlürf – bekommen habe, setzen wir uns zu den vielen anderen Leuten auf den Boden und lassen uns die Sonne auf den Pelz scheinen. Man meint, in der Luft schon einen leichten Bärlauchduft wahrnehmen zu können, aber vielleicht ist das auch nur die Erinnerung an die Osterzeit im letzten Jahr, als das Kraut in rauen Mengen zwischen den Bäumen wucherte. Die Sonne ist angenehm auf der Haut, noch sind wir ein ganzes Stück entfernt von den richtig heißen Tagen, die ich meist einfach nur als unangenehm empfinde. Die Leute trinken Chai Latte und Sojamilchkaffee vom Kaffeefahrrad oder haben sich Bier mitgebracht, sie reden, sie lachen, sie träumen von noch viel mehr Tagen wie diesem, sie planen ihren Sommer. Aber in meiner Vorstellung tun sie all das lautlos, denn sie werden übertönt von einem Song, „Not A Sin“ von Tallinn Daggers, der aus einem riesigen, unsichtbaren Lautsprecher klingt. Dieser Tag ist kein Traum, aber er fühlt sich so an, und könnten die Leute hier den Song tatsächlich hören, würden sie sicher alle mit einstimmen: „Don’t wake me up again, don’t wake me up again“. Morgen schon soll es wieder kalt und regnerisch werden. (Zu diesem Tag gibt es übrigens auch Fotos, nämlich hier.)

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Noch mehr Großstadtmusik:

BRNS – Mexico Arcade Fire – The Suburbs
Kairo – Great Offender Who Knew – Sharpen The Knife
Elephants from Neptune – Dance I Am In Love – Mirrors And Smoke
We Have Band – Where Are Your People? Kaizers Orchestra – Philemon Arthur & The Dung
Sky Architects – Let’s Go Breton – Titan
Pete Oak – N. O. V. A. Without Letters – Awake/Asleep
The Temper Trap – Drum Song                (+ Remix) Galvanic Elephants – Moonstruck
L. O. C. feat. Simon Kvamm – Suburbia Moderat – A New Error
Tenfold Rabbit – Eyes Wide Shut Skambankt – Idyllillusjonen
Tiger Lou – All I Have God Is An Astronaut – Spiral Code
The Tunics – By Foreign Seas MF/MB – The Grand Chase
Kiasmos – Thrown Timmu Tõke – Path
Beatsteaks – Gentleman of the Year Bombay Bicycle Club – Carry Me
Tallinn Daggers – Nighthawks Momend – Another Human Being
Digitalism – Wolves Colours of Bubbles – Home
Slippery Slope – Last Man Standing Deeper Upper – As We’re About To Fall
The Soft Pack – Answer To Yourself Jan Helsing – Päranditombu Laul
Nephew – De Satans Hæmninger Nada Surf – Popular
The Whip – Trash Foals – Two Steps, Twice
De Staat – Downtown The Radio Dept. – We Made The Team

u. v. m.

(Ich habe auch eine Soundcloud-Playlist mit den Songs aus diesem und dem Stuttgarter Großstadtmusik-Post erstellt. Leider habe ich relativ viele der Songs gar nicht oder nur in „geremixter“ Form oder als Liveversion auf Soundcloud finden können (in diesen Fällen habe ich Nicht-Original-Versionen nur aufgenommen, wenn ich sie nicht schrecklich fand). Falls an der unvollständigen Liste trotzdem Interesse besteht, einfach hier klicken.)

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4 Gedanken zu „Großstadtmusik 2

  1. Hallo Eva, ich habe beim Surfen auf meiner Rückfahrt vom Bibliothekartag über ein Instagrambild deinen Blog entdeckt. Wir standen mit einem Urberliner, dessen Name ich vergessen habe und Max vor einem Snackstand in der Firmenhalle. Deine Playlist gefällt mir sehr gut. Viele Grüße aus Berlin, Jana

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