Leipziger Ansichten: Clara-Zetkin-Park

Im letzten Post hatte ich angedeutet, dass wir, nachdem wir eine Runde über den Flohmarkt gedreht hatten, noch einen meiner Leipziger Lieblingsorte aufgesucht haben. Dieser befindet sich im Westen der Stadt und ist eigentlich viel zu groß für die Bezeichnung „Ort“. Es gibt wahrscheinlich keinen Leipziger, der nicht schon den einen oder anderen sonnig-warmen Nachmittag in dieser riesigen Grünanlage verbracht hat, die eigentlich gar nicht überall Clara-Zetkin-Park heißt (es ist gar nicht so leicht, sich zu merken, welcher Teil wie heißt, siehe diese Karte). Aber spätestens, wenn man an der Haltestelle Sportforum aus der Tram steigt und das Ufer der Weißen Elster erahnen kann, sind Namen sowieso egal. In meinen ersten beiden Monaten hier in Leipzig habe ich im Stadtteil Lindenau gewohnt und den Fluss auf dem Weg in die Innenstadt oder zur FH täglich über die Zeppelinbrücke überquert. Das Gefühl, das sich dabei einstellte, konnte schon fast mit dem mithalten, das ich immer verspürt habe, wenn ich in Trier von der Römerbrücke aus auf die Mosel hinuntersah (aber nur fast). Von unserer jetzigen Wohnung aus ist man mit der Tram gut eine halbe Stunde unterwegs, wenn man in besagtem Park und an besagtem Ufer spazierengehen möchte. Aber die Fahrt lohnt sich.

An dem bisher wahrscheinlich wärmsten Tag dieses noch jungen Jahres war eine ganze Menge los im Park, man konnte beinahe glauben, es sei Sommer. Jedenfalls, wenn man die kahlen Bäume ignorierte. Der kleine grüne Imbisswohnwagen hatte die Saison leider noch nicht eröffnet, aber das Kaffeefahrrad auf der Sachsenbrücke war schon da. Eine lange Schlange hatte sich gebildet und es ging nur langsam voran, aber das war egal, an so einem Tag kann man über fast alles hinwegsehen. Beim Bootsverleih herrschte Hochbetrieb, die Wege waren voll mit Radfahrern, Joggern und Gassigehern, zwischen den Bäumen konnte man schon die ersten kleinen Bärlauchblättchen ausmachen (wenn es erstmal richtig Frühling geworden ist, wird das Wildgemüse dort wieder in rauen Mengen wuchern und den ganzen Park mit seinem Duft einhüllen), der Kinderspielplatz war hoffnungslos überfüllt und man konnte sich kaum vorstellen, dass es schon gegen 18 Uhr dunkel werden würde, so sehr fühlte sich das Ganze nach Sommer an. Aber genug der Worte, hier die Bilder.

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Das Palmengartenwehr.
Das Palmengartenwehr.
An einer Stelle muss man im Park die Straße überqueren und kann sich beim Warten an der Ampel unter anderem diese schönen Häuser anschauen.
An einer Stelle muss man die Straße überqueren und kann sich beim Warten an der Ampel unter anderem diese schönen Häuser anschauen.
Viel los an der Sachsenbrücke
Viel los an der Sachsenbrücke

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Die Sachsenbrücke ist ein beliebter Treff- und Rumsitzpunkt, obwohl sie meiner Meinung nach nicht unbedingt zu den schönsten Stellen im Park gehört.
Die Sachsenbrücke ist ein beliebter Treff- und Rumsitzpunkt, obwohl sie meiner Meinung nach nicht unbedingt zu den schönsten Stellen im Park gehört.

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An der Galopprennbahn.
An der Galopprennbahn.

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So eine Kanutour möchte ich auch irgendwann mal machen.
So eine Kanutour möchte ich auch irgendwann mal machen.

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Leider war an dieser Stelle der Akku meiner Kamera leer
Leider war an dieser Stelle der Akku meiner Kamera leer, aber da hatten wir unsere Runde sowieso fast beendet.

Und falls ihr euch statt der vielen Bilder lieber wieder viele Worte in diesem Blog wünscht, könnt ihr selbst dazu beitragen, dass es genau das bald wieder gibt – nämlich, in dem ihr einen Gastpost für die diesjährige Aktion verfasst! Solltet ihr hingegen auf Bilder nicht verzichten wollen: kein Problem, Bilder zum Text sind erlaubt. Erst heute wurde mir ein Beitrag zugeschickt, zu dem auch Bilder gehören, und ich finde, gerade bei diesem Thema macht sich das ziemlich gut.

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5 Gedanken zu „Leipziger Ansichten: Clara-Zetkin-Park

  1. Sehr schöne Impressionen aus dem Leipziger Suedwesten. Ich geniesse es sehr, deinen Blog zu lesen und so auch fern ab von meiner Studienstadt trotzdem das Gefuehl zu haben, ein bisschen mit dabei zu sein. Habe uebrigens durch deinen Estland-Blog hierher gefunden und mag deinen Schreibstil und die Aufbereitung mit Bildern sehr. Danke dafuer und mach weiter so!
    Liebe Gruesse,
    Charlotte

    1. Hallo Charlotte,
      vielen Dank für das Lob und die netten Worte! Das freut mich sehr! Ab April werde ich aller Wahrscheinlichkeit nach endlich wieder dazu kommen, die beiden Blogs ein bisschen regelmäßiger zu „befüllen“. :)

  2. Ich hoffe, viele senden einen Gastpost-Beitrag! Den Absender, der dazu auch Bilder geschickt hat, kenne ich, glaub ich, . . .

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