Auf ein Neues!

(You’ll find information in English at the end of this post.)

Ein Jahr und drei Tage sind vergangen, seit ich euch dazu aufgerufen habe, Gastposts zum Thema „Heimat“ für meinen Blog zu verfassen. Höchste Zeit, die Aktion zu wiederholen! Aber natürlich mit einem anderen, neuen Thema, wäre ja sonst langweilig. Bis gestern konntet ihr mir Themenvorschläge schicken. Danke an diejenigen, die das getan haben! Allzu viel ist dabei leider nicht zusammengekommen, aber trotzdem habe ich ziemlich lange gebraucht, um mich zwischen den Vorschlägen zu entscheiden. Letztendlich habe ich dann allerdings doch nicht direkt eins der vorgeschlagenen Themen genommen, sondern vielmehr zwei davon kombiniert und dafür selbst einen Begriff gefunden. Der erste Vorschlag, der mir – schon vor ein paar Monaten – unterbreitet wurde, war das Thema „Reisen“. Dieses gehörte bis zum Schluss zu meinen Favoriten, allein schon, weil es einen interessanten Kontrast zum Thema des letzten Jahres darstellt. Aber ich war mir nicht sicher, ob ich es nehmen sollte, da ich ein bisschen Angst hatte, dass die Gastautoren verführt sein könnten, in ihrem Text nur die Länder zu benennen, in denen sie entweder schon einmal waren oder in die sie gerne reisen würden. Dass es schwer sein würde, dieses Thema ganz allgemein zu betrachten, dass man sich verzetteln könnte in den vielen schönen Momenten, die man auf Reisen schon erlebt hat oder von denen man träumt. Vor ein paar Wochen bekam ich dann eine Mail von einer Freundin, die das Thema „Öffentliche Verkehrsmittel“ vorschlug, sich aber selbst nicht sicher war, ob das passend oder vielleicht doch zu banal ist. Aber ich finde, sie hat vollkommen Recht, wenn sie sagt, dass dies ein Thema ist, zu dem wohl jeder etwas beitragen kann (und darum geht es ja bei der ganzen Aktion). Trotzdem wären wohl viele Texte zu Hasstiraden auf diverse Verkehrsunternehmen geworden, so dass mich auch dieses Thema nicht wirklich überzeugt hat.

Aber diese beiden Themen waren diejenigen Vorschläge, über die ich am meisten und am ausführlichsten nachgedacht habe. Und dann, gestern Abend, während ich noch auf Mails mit weiteren Vorschlägen hoffte, kam mir die Idee, ein Thema zu wählen, das die beiden Ideen in gewisser Weise kombiniert, und die diesjährige Gastpost-Aktion zu überschreiben mit dem Titel:

„Unterwegs“

Darunter kann man viele verschiedene Dinge verstehen (siehe auch mein kleiner Anregungs-Fragenkatalog weiter unten) und das muss auch gar nichts mit Reisen im eigentlichen Sinne oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu tun haben. Man kann auf unterschiedliche Weise unterwegs sein und ganz unterschiedliche Dinge dabei erleben. Und vor allem kann man den Zustand des Unterwegsseins sehr unterschiedlich empfinden.

Hier nun die Rahmenbedingungen der Aktion (die im Großen und Ganzen denen von letztem Jahr entsprechen):

  • die Texte sollten maximal drei DIN A4-Seiten lang sein, eine Untergrenze gibt es nicht.
  • es soll in den Texten um eure eigene Sicht gehen. Wie persönlich ihr das Ganze ver­fassen wollt, ist eure Entscheidung, aber es soll eben nicht um fiktive Charaktere ge­hen. Und bitte achtet darauf, nicht allzu weit vom eigentlichen Thema abzuschwei­fen, kleinere „gedankliche Umwege“ sind aber natürlich erlaubt.
  • die Texte sollten mit eurem Namen, Alter, Beruf und aktuellem Wohnort versehen wer­den, aber nur, wenn ihr das wollt. Ich kann die Texte auf Wunsch auch anonym oder nur mit einem Teil der Angaben veröffentlichen. Wenn das gewünscht ist, teilt es mir bitte mit. Auf jeden Fall aber werde ich kenntlich machen, dass nicht ich den Text verfasst habe.
  • die Texte sollten auf Deutsch oder Englisch verfasst werden.
  • wer möchte, kann Bilder hinzufügen. Der Schwerpunkt sollte allerdings auf dem Text liegen, daher sollten es nicht mehr als fünf Bilder pro Text sein. Bitte fügt nur Bilder an, die ihr selbst gemacht habt, oder die ihr ausdrücklich verwenden dürft.
  • ich werde an den Texten nichts verändern, abgesehen von einer Korrektur even­tueller Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehler (aber ich kann natürlich nicht ga­rantieren, dass ich restlos alle Fehler finde). Außerdem werde ich natürlich keine Tex­te veröffentlichen, die in irgendeiner Weise Personen oder Personengruppen beleidigen oder sonst ir­gend­wie nicht in Ordnung sind. Aber ich gehe davon aus, dass sowas gar nicht erst vorkommt.
  • bezüglich des Stils gibt es keinerlei Vorgaben, ihr könnt humorvoll schreiben oder philosophisch oder spannend oder oder oder. Auch Gedichte sind sehr willkommen.
  • das Ganze ist kein Wettbewerb. Der einzige Preis, den es gibt, ist, dass euer Text hier im Blog zu lesen sein wird. Ich weiß, der Blog hat nicht wahnsinnig viele Leser, aber die, die ihn lesen, tun das regelmäßig und geben häufig Feedback. Und wenn mir ein Text besonders gut gefällt, sind weitere Gastbeiträge – zu welchem Thema auch immer – nicht ausgeschlossen.
  • Einsendeschluss ist Montag, der 09. März 2015, ihr habt also sechs Wochen Zeit. Sollte es passieren, dass ich bis dahin keinen Text bekommen habe, werde ich, je nach Situation, die Frist verlängern oder aber die ganze Aktion abblasen (siehe dazu auch unten).
  • bitte sendet eure Texte per Mail an evaestonia@web.de – und zwar am besten als Word-Dokument oder direkt im Mail-Text. Solltet ihr besonderen Wert darauf legen, dass die Formatierung nicht verändert wird, ist Letzteres aber vielleicht keine gute Idee. Ich übernehme grundsätzlich das von euch vorgegebene Text-Layout, soweit sich das in WordPress umsetzen lässt (beispielsweise kann ich nichts daran ändern, dass WordPress zwischen zwei Absätzen immer eine Zeile Abstand einbaut).
  • sobald ich die Texte bekommen und gegebenenfalls korrigiert habe, werde ich anfan­gen, sie in möglichst kurzen Abständen nacheinander zu posten, in zufälliger Reihen­folge. Sehr kurze Texte werde ich, je nachdem wieviele insgesamt eingehen, auch in Doppel- oder Dreierpacks posten. Wann die Serie abge­schlossen sein wird, hängt na­türlich davon ab, wie viele Tex­te letztend­lich zusam­menkommen.
  • wer mir einen Text schickt, muss damit einverstanden sein, dass ich diesen auf meinem PC abspeichere und eben hier im Blog hochlade (nur, damit das nochmal gesagt wurde). Außerdem möchte ich gerne jedes Mal, wenn ich einen neuen Text veröffentlicht habe, den Link dazu über Facebook verbreiten und auch anderen Facebook-Usern erlauben, den Link zu teilen. Falls ihr das nicht möchtet, teilt mir das bitte bei Einreichung des Textes mit, ich werde dann in eurem Fall von der Verbreitung des Links Abstand nehmen. Allerdings habe ich natürlich keine Kontrolle über das, was andere Leute auf Facebook (und auf anderen Plattformen) tun.
  • nach dem Ende der Aktion werde ich wieder eine kleine (anonyme) Leser-Umfrage machen, um herauszufinden, wie das Ganze angekommen ist. Dabei möchte ich auch fragen, welche Texte aus welchen Gründen besonders gut angekommen ist. Später würde ich dann gerne wieder kurz für den Blog die Ergebnisse der Umfrage zusammenfassen. Solltet ihr aus irgendwelchen Gründen nicht wollen, dass ich bei der Umfrage Fragen zu eurem Text stelle, teilt mir auch das bitte rechtzeitig mit.

Inhaltlich könnt ihr euren Text natürlich ganz nach euren eigenen Ideen gestalten. Hier sind noch ein paar Fragen, die mir zu dem Thema schon durch den Kopf gegangen sind und die euch vielleicht inspirieren könnten (die ihr aber keinesfalls in euren Texten beantworten müsst, denn vielleicht ist das sowieso unmöglich):

Was bedeutet es eigentlich, „unterwegs“ zu sein? Wann ist man wirklich „unterwegs“: schon wenn man zu Fuß geht? Oder braucht es dazu ein Verkehrsmittel, einen Zug etwa, oder vielleicht auch nur ein Fahrrad? Oder muss es schon ein Flugzeug sein? Und welche Faktoren spielen dabei noch eine Rolle (Distanz, die Überquerung einer Grenze, Dauer …)? Was macht den Zustand des Unterwegsseins besonders? Ist er das überhaupt? Wovon ist das Gefühl, das wir unterwegs haben, abhängig (Verkehrsmittel, Menschen, Strecke, …)? Heißt Unterwegssein immer Vorwärtsgehen? Sind wir nicht im Grunde ständig unterwegs? Nimmt man das alltägliche Unterwegssein eigentlich richtig wahr? Wie wichtig ist Unterwegssein überhaupt? Und was passiert (gedanklich), wenn man das Thema einmal auf die Zeit ummünzt, im Sinne von – zum Beispiel – „Unterwegs in die Zukunft“?

Ich habe das Gefühl, dass es noch viel, viel mehr Blickwinkel gibt, aus denen man dieses Thema betrachten kann, und dass ich selbst davon nur einen kleinen Teil in meinen Fragen bedacht habe. Allein die Tatsache, dass es keinen Wikipedia-Artikel zu dem Begriff „Unterwegs“ gibt (nur zu Büchern, Filmen und anderen Dingen, die ihn im Titel tragen), sagt schon einiges über die Vielschichtigkeit dieses Themas … Daher bin ich jetzt auch sehr gespannt auf eure Texte dazu! Wie im letzten Jahr werde auch ich einen Text verfassen, der dann den Abschluss der Serie bilden wird.

Also: frohes Schaffen und vor allem viel Spaß! Solltet ihr noch Fragen zur Aktion haben, schreibt mir gerne eine Mail an die oben genannte Adresse oder aber einfach einen Kommentar zu diesem Post oder zu der temporären Seite, die ich für die Aktion hier im Blog eingerichtet habe. Ich würde mich übrigens auch freuen, wenn der ein oder andere von euch diesen Aufruf ein bisschen verbreitet! Teilnehmen kann wirklich jeder, egal, ob ich sie oder ihn persönlich kenne oder noch nie gesehen habe.

Der Nachteil des Themas ist allerdings, dass sich dieser Begriff nur schwer so ins Englische übersetzen lässt, dass die Übersetzung nicht gleich inhaltlich zu viel vorgibt. Und ich hätte dieses Jahr so gerne mal einen nicht-deutschen Gastautor dabei … Nachdem ich jetzt diverse Quellen gewälzt habe, habe ich mich für eine Übersetzung entschieden, die hoffentlich einigermaßen passend ist.

 

Information in English:

I would like to invite you to contribute a text to this year’s guest post project whose topic is „on the way“. Here’s what participants need to know:

  • Your text can be as short as you like, but it shouldn’t be longer than 3 standard pages.
  • The text should be written from your own perspective, about your own opinion. It is up to you to decide how personal you would like your text to be, but it should not be about fictional characters. And please try not to wander from the subject too much. However, it is totally okay to tell a few side-stories or go into greater detail if neces­sary.
  • Please give your name, age, profession/occupation and current location when you hand in your text. However, you don’t have to. If you prefer to have your text published anonymously, just tell me. Anyway, I’m going to make it obvious that it wasn’t me who wrote the text.
  • Please write in English or German.
  • If you like, you can add some pictures, but the focus should be on the text, so please don’t add more than five pictures. And please only use pictures that you have taken yourself or have been explicitly allowed to use by the person who took them.
  • Apart from corrections as far as spelling and punctuation are concerned, I’m not going to edit your text in any way (and I cannot guarantee that I’ll find each and every mistake). Of course I won’t publish texts that insult people or groups of people. But I’ll just assume noody will submit a text that can’t be published.
  • There are no rules or limits concerning the style of your text. It can be humorous, philosophical, exciting or whatever. Poems are also very welcome.
  • This is not a contest. The only prize you get is having your text posted in this blog. I know this is not exactly the world’s most successful blog, but the people who do read it do so regularly and often give feedback. And if I like your text very much, I might as well ask you to write further guest posts at some point in the future.
  • Please hand in your text until March 9th. However, I might postpone the deadline if nobody hands in any texts until then. I might as well have to call the whole thing off if nobody takes part.
  • Please submit your text via e-mail to evaestonia@web.de , preferably as a Windows Word document. I will publish the texts in their original layout, as far as that is possible within WordPress.
  • As soon as I have received and – if necessary – corrected the texts, I will start posting them here in random order. I will try not to let too much time pass between two posts. If the total number of submitted texts is very high, I might post two or three very short texts together at a time.
  • If you submit a text, you need to be okay with my saving it on my computer and uploading it to the blog (just saying, to make sure this has been understood). In addition to that I would like to post links to each text on my (private) Facebook profile and allow other Facebook users to share the links. If you don’t agree with that, please let me know so I can make an exception in your case. However, I cannot control what other people post on Facebook and other Social Media.
  • After publishing the last text, I would like to ask the blog readers some questions about the project in a short online survey (how did they like the texts and the project in general? Which text(s) did they prefer? Why? And the like). After that, I would like to write a post with a short summary of the results. If you don’t want me to ask people questions about your text in the survery, please let me know.

Here are some questions that you might want to consider when writing your text (but you don’t have to answer any or even all of them – that’s probably impossible anyway): What does it mean to be „on the way“? What does it take to actually be „on the way“ in the true sense of the word: is it enough to be walking? Or does one need any means of transportation, like a train or even just a bicycle? Or does it have to be a plane, at the very least? Which other factors are important (distance, crossing borders, time …)? What’s so special about the state of being „on the way“? Is it special at all? What determines the feeling you have when you’re „on the way“ (means of transportation, people, route …)? Does being „on the way“ always mean moving on, moving forward? Aren’t we constantly „on the way“? Perhaps without actually noticing? How important is it to be „on the way“? And what happens to your thoughts about this topic once you take time into account, as in, for example, „on the way to the future“?

There are probably many, many more ways to think about this topic. Which is why I am already looking forward to your texts! Just like last year, I myself am going to write a text as well, which will be the last one published in the series. Have a lot of fun writing! If you have any questions, don’t hesitate to send me an e-mail or write a comment. And feel free to share this post with as many other people as you like!

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