Ein paar Fragen

Die Gastpost-Aktion ist abgeschlossen. Die Texte haben gezeigt, dass man auf sehr unterschiedliche Art und Weise an das Thema herangehen kann. Es wurde deutlich, dass viele verschiedene Aspekte zum Tragen kommen, wenn jemand versucht, für sich selbst den Begriff der Heimat zu definieren. Mich selbst haben die Texte zum Nachdenken angeregt – aber wie sieht das mit euch aus? Was denkt ihr über die Texte und die Aktion an sich? Das würde ich gerne wissen und habe deshalb eine kleine Umfrage erstellt. Es geht gaaanz schnell, diese auszufüllen, denn es handelt sich um nur sechs Fragen, bei denen man zum Großteil nur klicken und nirgendwo persönliche Daten angeben muss. Die Umfrage wird ab heute einen Monat lang online sein, danach erfahrt ihr natürlich hier im Blog, was dabei herausgekommen ist. Wenn ihr teilnehmen wollt, klickt einfach hier auf Umfrage. Es wäre ganz toll, wenn einige von euch das Ganze ausfüllen könnten. Danke!

Und falls ihr jetzt keine Lust habt, nochmal nachzulesen, was die Gastautoren so geschrieben haben – kein Problem! Hier kommt eine (halbwegs) kurze Zusammenfassung:

Manuela vergleicht die Menschen in Bezug auf ihre Heimatgefühle mit Pflanzen, die mehr oder weniger fest an einem Ort verwurzelt sein können, und hat nach ein paar Jahren in der Großstadt festgestellt, dass sie selbst noch immer so stark mit ihrem Heimatdorf verbunden ist, dass sie nun wieder dort leben möchte. Klaus hat schon viele interessante Orte bereist und konnte sich häufig durchaus vorstellen, für längere Zeit an einem dieser Orte zu bleiben, sieht aber gewaltige Unterschiede zwischen einem Aufenthalt als Tourist und dem Alltagsleben. Für ihn spielt unter anderem auch das Essen eine wichtige Rolle bei der Frage nach der Heimat – darüber hatte ich selbst noch nie nachgedacht, kann ihm aber nur zustimmen. Roland stellt in einer einsamen Silvesternacht fest, dass sein Studentenzimmer zu unpersönlich gestaltet ist, um ihm eine wirkliche Heimat bieten zu können, im Gegensatz zu beispielsweise dem Haus seiner Eltern. Laura hatte sich durch das Verfassen ihres Textes Klarheit in Bezug auf ihren persönlichen Heimatbegriff erhofft, wurde stattdessen aber eher noch mehr verwirrt, als sie anfing, sich Gedanken zu machen. Auch der beliebte Spruch „Home is where the heart is“ konnte ihr nicht weiterhelfen, aber sie weiß ganz genau, in welchen beiden Städten sie sich am meisten zu Hause fühlt. Der anonyme Verfasser lebt derzeit in Frankreich, denkt von dort aus an die verschiedenen Orte, die für ihn etwas mit Heimat zu tun haben, und stellt fest, dass man sich überall selbst mit Hilfe von kleinen Dingen eine Heimat schaffen kann.

Iemima hatte noch nie Heimweh nach einer Stadt, einer Region oder einem Land, dafür aber schon umso häufiger und stärker nach der Bühne, die sie als ihre Wunschheimat bezeichnet. F. befindet sich in einem Zwiespalt, denn Heimat kann Sicherheit geben, aber auch Schaden anrichten. Für Christine ist das Gefühl der Heimat am stärksten, wenn sie reist, doch es ist ihr auch wichtig, Traditionen beizubehalten und in eine neue Umgebung mitzunehmen. Janka verbindet Heimat vor allen Dingen mit den Menschen, die sie liebt und die sie lieben, aber auch Möbel können in ihr Heimatgefühle auslösen. Kirsten fühlt sich mit mehreren Orten stark verbunden, kann sich aber auch in der Fremde zu Hause fühlen, wenn sie dort Vertrautes entdeckt. Trotz ihrer Begeisterung für fremde Länder und fremde Sprachen weiß Bettina, dass sie einfach an den Niederrhein gehört, denn dort kennt sie die Gegebenheiten ebenso wie die Menschen. Das ist aus ihrer Sicht so ähnlich wie in einer Freundschaft oder auch in einer Ehe. Christian empfindet das Leben im Dorf als ziemlich anstrengend und einengend, ist aber der Ansicht, dass Heimat der Ort ist, aus dem jemand kommt, ganz egal, ob man das gut findet oder nicht. Letzteres ähnelt dem Schluss, zu dem ich selbst gekommen bin, nachdem ich in meinem Text halbwegs chronologisch die bisherigen Stationen meines Lebens abgehandelt habe.

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