Notizen zur BA, Teil 3

In drei Wochen muss ich die Bachelorarbeit abgeben, aber die interessanten Dinge und Kuriositäten, die mir im Zusammenhang mit meinem Thema begegnen, werden nicht weniger.

– Das isländische Bibliotheksgesetz enthält einen Artikel, der u. a. besagt, dass die Gemeinden dem Personal der öffentlichen Bibliotheken eine geeignete Unterkunft zur Verfügung stellen sollen.

– Da mein Wörterbuch nur Isländisch-Deutsch enthält, suchte ich im Internet nach dem isländischen Wort für Fernleihe. Ganz simpel über Google, Suchbegriff „Fernleihe isländisch“. Der vierte Treffer war eine Informationsseite der Stadtbibliothek Mönchengladbach zu den angebotenen Services und den Sprachen, zu denen man in der Bibliothek Materialien findet. Die Übersetzung ist übrigens „millisafnalán“.

– Pippi Langstrumpf heißt in Island Lína Langsokkur.

– Ausgerechnet zum Thema Bibliotheken stammen die neuesten Statistiken auf der sonst sehr aktuellen Internetseite des isländischen Statistikzentrums aus dem Jahre 2001.

–  In Island waren 2011 circa 17 % der Gesamtbevölkerung 60 Jahre alt oder älter, in Deutschland rund 27 %. Im gleichen Jahr waren in Island fast 30 % der Einwohner nicht älter als 20, in Deutschland etwa 19,5 %.

– 2013 wurden acht Übersetzungslizenzen für isländische Buchtitel nach Deutschland verkauft, damit sind die deutschen Verlage in diesem Jahr diejenigen, die die meisten Lizenzen erworben haben, gefolgt von denen in den Niederlanden (7 Lizenzen) und – ausgerechnet Makedonien (6 Lizenzen).

– Eines der in Island meistverkauften Bücher im Jahr 2010 war ein offizielles Dokument von mehr als 2000 Seiten, in dem die Gründe der Wirtschaftskrise von 2008 dargelegt wurden. Und das, obwohl das Ganze auch kostenlos online zur Verfügung stand. Ein anderer Bestseller im gleichen Jahr war „Og svo kom Ferguson“ („Und dann kam Ferguson“), eine bebilderte Abhandlung der Geschichte der Traktoren in Island.

– Das Jahrbuch der Universität Islands gehört zu Anfang eines Jahres traditionell zu den meistverkauften Büchern im Land.

– Ich bin kein Fan von Björk, aber das Video zu ihrem Song „Bachelorette“ passt so gut zu der ganzen Sache mit der Literaturbegeisterung der Isländer, dass ich es dann doch hier verlinken wollte. Den Text zu diesem Song schrieb übrigens der bekannte isländische Schriftsteller Sjón.

–  Seit 2002 ist die Arbeitslosenrate in der isländischen Hauptstadtregion fast jedes Jahr höher als im restlichen Land. 2009 und 2010 war der Unterschied mit je 3,1 Prozentpunkten besonders groß. Insgesamt sinkt die Arbeitslosenrate in Island seit 2010 wieder (aktuell liegt sie bei rund 5 Prozent), nachdem sie sich durch die Wirtschaftskrise von 2008 auf 2009 mehr als verdoppelt hatte.

– aktueller Stand: 47 Seiten geschrieben, 253 Fußnoten. Ich habe beschlossen, dass mir das jetzt einfach egal ist.

Fortsetzung folgt (vielleicht).

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4 Gedanken zu „Notizen zur BA, Teil 3

  1. Nun kann man ja Statistiken ganz grob als „vergleichende zahlenmäßige Erfassung sowie Untersuchung und Darstellung von Daten, die sich aus Massenerscheinungen ergeben“ definieren; das heißt aber nicht, dass sie nicht auch sehr unterhaltsam sein können, wie man an dem/den Blogeintrag/-einträgen sieht. Das ein oder andere Mal musste ich herzhaft lachen!
    Ach, und da muss ich an dieser Stelle einfach mal verkünden, dass ich nächstes Jahr im August nach Island fliege. Huuurrrrraaaaaaaa!!! :o)

    1. Danke wieder einmal für das Lob!
      Da bin ich natürlich sehr neidisch, wer weiß, wann ich das nächste Mal nach Island komme. Dafür fliege ich aber in knapp vier Wochen nach Estland. Ebenfalls Huuuurrrraaaaa!!! :)

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