„And everything goes back to the beginning.“

Vor Kurzem habe ich die erste Staffel der dänisch-schwedischen Krimserie „Die Brücke“ gesehen, fünf Folgen mit einer Gesamtlänge von etwa 10 Stunden. Obwohl ich die Auflösung des Falls am Ende etwas enttäuschend fand und viele Fragen unbeantwortet blieben, kann ich die Serie nur weiterempfehlen. Nun hoffe ich, dass die zweite Staffel auch eines Tages in Deutschland erscheinen wird – dann hoffentlich auch mit Untertiteln bei der Original-Tonspur. Die erste Staffel musste ich in der synchronisierten Fassung anschauen, und auch wenn ich die Synchronisierung für sehr gelungen halte (im Vergleich zu so mancher amerikanischer Serie), hätte ich gerne gehört, wer eigentlich wann Dänisch und wann Schwedisch spricht. Auch einige Unterschiede in den Sprachen, die im Original sicher zu einigen Lachern führen, hätte man so besser mitbekommen. Aber was soll’s, es ist trotzdem eine gute Serie, die Fans der schwedischen „Mankells Wallander“-Fernsehserie sicher gefällt.

Mit am besten fand ich den Song im Vor- und Abspann der Folgen. Es ist ein Song, den ich schon seit Jahren in meinem Musik-Ordner gespeichert habe, der meiner Aufmerksamkeit aber aus irgendwelchen Gründen bisher entgangen ist: „Hollow Talk“ von der dänischen Band Choir of Young Believers. Im Vorspann sieht man dazu Bilder aus Kopenhagen und Malmö, den beiden Städten, in denen die Serie spielt. Mit der Textzeile im Titel dieses Posts wird jede Folge der Serie eingeleitet. Das passt sehr gut, denn eigentlich hat man zu Beginn jeder Folge das Gefühl, dass die Ermittler wieder ganz von vorne anfangen müssen mit ihrer Fahndung nach dem Täter. „Hollow Talk“ ist ein toller Song, der leise und langsam beginnt und sich allmählich steigert. Die Folgen enden mit dem Teil des Songs, an dem es etwas lauter und „dramatischer“ wird, auch das passt wunderbar zu den Cliffhangern.

Ich werde mich nicht nur auf die zweite Staffel der Serie freuen, sondern auch dieser Band in Zukunft mehr Beachtung schenken. Übrigens gibt es bereits ein amerikanisches Remake der Serie namens „The Bridge“, das an der Grenze zwischen den USA und Mexiko spielt. Ich glaube, das muss ich mir nicht antun, stell ich mir – nachdem ich den Trailer gesehen habe – ähnlich schlimm vor wie die amerikanischen Verfilmungen der „Millenium-Trilogie“ im Vergleich zu den schwedischen. Und auch von einer französisch-britischen Version („Le Tunnel“/“The Tunnel“) habe ich schon gelesen, muss irgendwie auch nicht sein. Wie wär’s noch mit einer estnisch-russischen Version des Ganzen, die in Narva und Ivangorod spielt und den Titel „Sild“ trägt (leider weiß ich nicht, was Brücke auf Russisch heißt)? Wieso müssen solche Ideen immer irgendwie abgekupfert werden? Das Konzept der Serie ist meiner Meinung nach für Mexiko und die USA schwer umzusetzen. Dänemark und Schweden sind sich schließlich in Kultur, Sprache, Lebensstandard der Einwohner und Rechtssystem viel ähnlicher als die USA und Mexiko.

Aber gut, hier soll es nicht um solche Grundsatzfragen gehen, und ich muss mir die Remakes ja nicht ansehen. Hier seht ihr ein Video zu „Hollow Talk“, das zwar keine Bilder aus der Serie enthält, aber trotzdem sehr schön zu dem Song passt.

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2 Gedanken zu „„And everything goes back to the beginning.“

  1. Also: Brücke heißt auf Russisch „most“.

    Und: Wie wäre es mit folgenden Drehorten: Görlitz / Zgorzelec, Wien / Bratislava, . . . ? (jeweils mit Brücke).
    Oder Helsinki / Tallinn (mit Fährverbindung)
    Oder Gorízia / Nova Gorica (zu Fuß)
    Oder . . . oder . . .
    Es gäbe schon noch was in der Art!

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