Notizen zur BA, Teil 2

Weiter geht es mit den Notizen, von denen man einige durchaus der Kategorie „unnützes Island-Wissen“ zuordnen könnte. Aber irgendwie finde ich solche Statistiken immer interessant, auch wenn ich mir natürlich bewusst bin, dass sie nicht immer hundertprozentig der Wahrheit entsprechen müssen („traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast“). Aber sie stammen von der Homepage des isländischen Äquivalents zum statistischen Bundesamt, und diese betrachte ich schon als seriöse Quelle.

– Rund 70 Prozent der isländischen Bevölkerung hatten im Jahr 2012 einen Facebook-Account, in Deutschland waren es etwa 30 Prozent. Ein Jahr zuvor hatten – ebenfalls in einer Umfrage unter Isländern – 37 Prozent der Befragten im Alter von 65 bis 74 Jahren angegeben, innerhalb der letzten drei Monate mindestens einmal ein soziales Netzwerk genutzt zu haben.

– 2012 hatten 95 Prozent der isländischen Haushalte einen Internetanschluss, das ist der höchste Wert in Europa. Es folgen die Niederlande (94), Norwegen (93), Dänemark (92) und Schweden (92). Den niedrigsten Wert wies im gleichen Jahr übrigens die Türkei auf (47). Allerdings muss man dazu sagen, dass für dieses Jahr aus mir nicht bekannten Gründen die Angaben für Makedonien und Großbritannien in der Statistik fehlen.

– Nachdem ich die Gliederung der Kapitel in meiner Bachelorarbeit gefühlte tausend Mal verändert hatte, fand ich am Sonntag, den 03.11., gegen 17:30 Uhr endlich eine Lösung, die mich wirklich überzeugte. Mich und meine BA-Betreuerin. Eine Sorge weniger.

– Kleine Odyssee: Meine BA-Betreuerin wollte die Einleitung der Arbeit lesen, um mir ein Feedback zu geben. Problem: Die Einleitung bestand zu dem Zeitpunkt lediglich aus ein paar Stichpunkten. Also setzte ich mich hin und fing an. Ich dachte mir, dass es gut wäre, die Arbeit mit einem Zitat einzuleiten. Und wen könnte man bei meinem Thema besser zitieren als Halldór Laxness? Auf irgendeiner Zitateseite im Internet fand ich ein gutes Zitat von ihm, allerdings sah die Seite nicht besonders zitierfähig aus. Also musste ich das Zitat woanders finden und am besten auch auf Deutsch statt, wie es auf der Seite stand, auf Englisch. Problem: Nirgendwo anders war es zu finden. Zum Glück fand ich ein weiteres geeignetes Zitat, ebenfalls auf Englisch, aber dieses Mal immerhin mit der Angabe, dass es aus dem Roman „Independent People“ stamme. Problem: Der ist auf Deutsch unter drei verschiedenen Titeln erschienen, unter anderem, weil er nach seinem ersten Erscheinen 1936 in Deutschland verboten wurde. Allerdings scheint „Sein eigener Herr“ der heute übliche Titel zu sein. Also beschloss ich, in die Stadtbibliothek zu gehen (gut, dass wir direkt um die Ecke wohnen) und in dem Buch nach dem betreffenden Zitat zu suchen. Nach einigem Hin und Her mit dem OPAC, der bei mir nicht funktionierte, was dann aber mit Hilfe einer Freundin gelöst werden konnte, ging ich also rüber. Problem: Der Roman hat über 500 Seiten und ich hatte nur eine seeeehr grobe Angabe der Stelle, an der sich das Zitat eventuell befinden könnte. Nach etwa einer Stunde Rumblättern hatte ich es gefunden. Problem: Auf Englisch klang das irgendwie besser und so richtig überzeugt war ich auch inhaltlich nicht. Ich hab es dann trotzdem hingeschrieben und meine BA-Betreuerin hatte keine Einwände. Aber trotzdem sehe ich mich jetzt schon zwei Tage vor Abgabe fieberhaft nach einem besseren Zitat suchen …

– 2011 hatten die Isländer die Möglichkeit, über soziale Netzwerke Ideen zur Verfassungsreform einzureichen.

–  Die aktuelle Top 10 der Bestseller in Island besteht ausschließlich aus Titeln von isländischen Autoren.

– 2012 haben in einer Umfrage unter Isländern 90 Prozent der Befragten angegeben, Online-Banking zu nutzen.

– Durch die Bachelorarbeit bin ich auf so einige Bücher aufmerksam geworden, die ich gerne lesen würde. Seit die grobe Planung für mein Thema stand, sind – neben dem Wörterbuch – acht Romane und drei Sachbücher von isländischen Autoren in unser Bücherregal „eingezogen“ und haben sich zu so einigen anderen gesellt, die wir vorher schon hatten. Und ich bin mir sicher, dass im Laufe der Zeit noch mehr hinzukommen werden.

– Aktueller Stand: 32 Seiten geschrieben, 149 Fußnoten. Wie war das laut dem einen Prof? „150 Fußnoten können es schon sein“. Bezogen auf die gesamte Arbeit, die zwischen 40 und 60 Seiten lang sein darf.

Fortsetzung folgt.

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