Wordle the world

Wer im Internet unterwegs ist, kennt sie: Tag Clouds. Ich verwende sie selbst auf meinen Blogs. Ich vergebe Tags an meine Posts, passende Begriffe, die angeben, worüber ich in dem jeweiligen Post schreibe. Daraus kreiert WordPress, wenn man es dementsprechend eingestellt hat, eine „Wolke“, in der die meist genutzten Tags besonders groß und fett zu lesen sind. Beim Schreiben fällt mir manchmal auf, dass es einige Wörter gibt, die ich häufig verwende, obwohl sie an vielen Stellen gar nichts aussagen oder zumindest nicht wirklich notwendig sind. Welche das sind, hängt ab vom Thema und natürlich auch vom Stil, in dem ich gerade schreibe. In meiner Bachelorarbeit, die langsam länger wird, sind es andere Ausdrücke als in meinen Blogposts. Klar.

Jedenfalls dachte ich mir, dass es interessant sein könnte, Texte, die ich geschrieben habe, darauf zu untersuchen, welche Wörter ich am häufigsten benutzt habe. Auf der Suche nach einem passenden „Tool“, wie es neudeutsch so schön heißt, habe ich Wordle entdeckt. Wahrscheinlich kennen einige die Seite schon, es gibt sie nicht erst seit gestern. Dort kann man einfach einen Text einfügen und schon wird eine Wolke erstellt, an der man erkennen kann, welche Wörter man in dem Text am häufigsten geschrieben hat. Sogenannte Stoppwörter (Erinnerungen an Regeln der Formalerschließung im zweiten Semester werden wach!), wie zum Beispiel „ist“ oder „und“ werden ausgelassen. Diese Wolke hat dann zunächst ein zufälliges Design, dass man aber noch ändern kann. Oder man macht es so wie ich und klickt einfach ein paar Mal auf „Randomize“, bis man eine Wolke hat, die einem gefällt. Es gibt sehr verspielte Designs mit vielen Farben und verschnörkelten Schriftarten, aber auch ganz einfache, schwarz-weiße.

Die Erfinder von Wordle erlauben explizit, die so entstandenen Bilder zu verwenden (irgendwo klar, ist ja auch mein Text, aus dem die Wolke hervorgeht). Leider ist das aber ziemlich kompliziert, funktioniert nämlich nur per Screenshot, den man dann zurechtschneiden und einfügen muss. Wenn ich jetzt als Beispiel mal den Text, den ich gerade geschrieben habe, einfüge, entsteht diese Wolke (mit einem zufälligen Design).

Wordle zum obigen Text

Sieht doch ganz nett aus, oder? Man sieht, aus ß wird in einigen Schriftarten ss, ansonsten scheint Deutsch der Anwendung keine Schwierigkeiten zu bereiten. Man kann auch einzelne Wörter aus der Wolke entfernen und das Ganze alphabetisch sortieren. Letztere Funktion habe ich leider erst entdeckt, als ich die unten folgenden Bilder schon fertig hatte, funktioniert bei langen Texten aber auch nicht so doll. Gibt man einen Text ein, der mehr als eine Sprache enthält, ist es auch möglich, auszuwählen, aus welcher Sprache die Stoppwörter ignoriert werden sollen. Und noch viel mehr. Man könnte wahrscheinlich Stunden damit verbringen, die Funktionen auszuprobieren. Ich allerdings bin nur hingegangen und habe meine Posts über die Island-Reise „verwolken“ lassen, einfach, weil sie alle das gleiche Thema behandeln und ich es deshalb interessant fand, sie zu vergleichen. Übrigens muss man sich, zumindest nach Angaben des Wordle-Erfinders, keine Gedanken machen, dass die Texte, die man einfügt, von anderen irgendwie – ganz schlechter Wortwitz – gecloud werden könnten, solange man seine Wolken nicht in der „Public Gallery“ abspeichert. Für diesen Post habe ich nur Designs im Querformat ausgewählt, sieht beim Einfügen auf WordPress besser aus. Ich habe meistens Zufallsdesigns verwendet, ab und an aber auch selbst die Schriftart oder -farben ausgesucht.

Wordle zu "Dienstag, 20.08.2013: á leið – auf dem Weg"
Wordle-Wolke zu „Dienstag, 20.08.2013: á leið – auf dem Weg
Wordle-Wolke zu "Mittwoch, 21.08.2103: Richtig ankommen"
Wordle-Wolke zu „Mittwoch, 21.08.2103: Richtig ankommen

Man sieht, auch isländische Sonderbuchstaben sind kein Problem, wobei es bei der Darstellung derselben ein wenig auf die ausgewählte Schriftart ankommt. Es gibt auch Schriftarten, in denen Sonderzeichen und sogar Umlaute nicht dargestellt werden können. Übrigens werden reine Zahlen auch ignoriert.

Wordle-Wolke zu "Donnerstag, 22.08.2013: Der Weg ist das Ziel, und für das Ziel lohnt sich der Weg"
Wordle-Wolke zu „Donnerstag, 22.08.2013: Der Weg ist das Ziel, und für das Ziel lohnt sich der Weg

Schön, dass hier das Wort „Siglufjörður“ am dicksten und größten geschrieben ist, diesen Ort fand ich auch wirklich besonders toll …

Wordle-Wolke zu "Freitag, 23.08.2013: Hafsól"
Wordle-Wolke zu „Freitag, 23.08.2013: Hafsól

Schon lustig, dass ich in einem Post über Island ausgerechnet das Wort „Stadt“ mit am häufigsten verwendet habe.

Wordle-Wolke zu "Samstag, 24.08.2013: Naturphänomene und Vermutungen über die Isländer"
Wordle-Wolke zu „Samstag, 24.08.2013: Naturphänomene und Vermutungen über die Isländer
Wordle-Wolke zu "Sonntag, 25.08.2013: Orte, Fjorde und Natur des Ostens"
Wordle-Wolke zu „Sonntag, 25.08.2013: Orte, Fjorde und Natur des Ostens
Wordle zu "Montag, 26.08.2013: Hellblau-schwarz-weiß"
Wordle zu „Montag, 26.08.2013: Hellblau-schwarz-weiß
Wordle-Wolke zu "Dienstag, 27.08.2013/Mittwoch, 28.08.2013: Ein langer Abschied"
Wordle-Wolke zu „Dienstag, 27.08.2013/Mittwoch, 28.08.2013: Ein langer Abschied

Das war es also. Es macht auf jeden Fall Spaß, mit dieser Anwendung herumzuspielen, ob das jetzt irgendwie sinnvoll ist oder nicht, sei mal dahingestellt. Manche der Bilder sind nach dem Zuschneiden des Screenshots nicht mehr ganz scharf, aber ich habe mir jetzt nicht die Mühe gemacht, sie auch noch irgendwie zu bearbeiten. Man kann bestimmt auch schöne Poster auf diese Art und Weise entwerfen, wäre vielleicht mal was für das Leitsystem in Bibliotheken.

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